Die neue Obfrau Katharina Augustin mit ihrer Vorgängerin Doris Stippler umringt von den BürgermeisterInnen: Andreas Schmid (Pfaffenhofen), Jürgen Schreier (Oberhofen), Christian Härting (Telfs), Brigitte Praxmarer (Flaurling) und Martin Schwaninger (Pettnau)Wenn Hilfe im Alltag gebraucht wird, ist sie da: Die Vinzenzgemeinschaft Telfs hat auch 2025 tausende Stunden für Mitmenschen geleistet – nun übernimmt Katharina Augustin als neue Obfrau das Steuer. Die langgediente Obfrau Doris Stippler zog eine eindrucksvolle Bilanz: Rund 93 freiwillige HelferInnen leisteten im vergangenen Jahr mehr als 6.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Eine tragende Säule bleibt das Projekt „Essen auf Rädern“. Täglich – mit Ausnahme der Sonntage – sind vier Fahrer im Einsatz. Erstmals wurden 2025 über 30.000 Mahlzeiten ausgeliefert, nicht nur in Telfs, sondern auch in den umliegenden Gemeinden Rietz, Pfaffenhofen, Oberhofen, Flaurling und Pettnau.
Vielseitige Hilfe
Fest im sozialen Gefüge verankert ist auch das Projekt „LebensMittel“. Jeden Samstag kümmern sich fünf Mitarbeitende um die Abholung und Verteilung von Lebensmitteln, die in Kooperation mit dem Roten Kreuz von Partnerbetrieben zur Verfügung gestellt werden. So erhalten bedürftige Menschen rasch und unbürokratisch Unterstützung. Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche Freiwillige in den Cafés der Altenwohnheime sowie im Besuchsdienst, bei dem BewohnerInnen ohne Angehörige regelmäßig persönliche Zuwendung erfahren. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Familienhilfe: Vier angestellte Fachkräfte begleiten im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe Familien sozialpädagogisch.
Katharina Augustin zur neuen Obfrau gewählt
Im Rahmen der Generalversammlung wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Der vorgelegte Wahlvorschlag fand einstimmige Zustimmung. Zur neuen Obfrau wurde Katharina Augustin gewählt, die sich seit mehreren Jahren in der Vinzenzgemeinschaft engagiert – zunächst im Projekt „LebensMittel“, später als stellvertretende Obfrau. Doris Stippler hatte bereits im Vorjahr angekündigt, nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. Der Organisation bleibt sie jedoch weiterhin eng verbunden und wird sich künftig im Besuchsdienst sowie in den Cafés der Altenwohnheime einbringen.
Eine prägende Ära
Mit ihrem Rückzug endet eine prägende Ära: Seit 2002 stand Stippler an der Spitze der Vinzenzgemeinschaft und entwickelte diese kontinuierlich weiter. In ihre Amtszeit fallen unter anderem der Aufbau der Gesprächsoase im Franziskanerkloster, die Etablierung des Besuchsdienstes sowie die Betreuung der Altenwohnheim-Cafés. Bereits 2006 initiierte sie gemeinsam mit dem Roten Kreuz Telfs das Projekt „LebensMittel“, eines der ersten seiner Art in Tirol. Neben Stippler scheiden auch Elisabeth Bachnetzer (seit 2002), Waltraud Wilhelm (seit 2017) sowie Albert Knapp und Christian Waldhart aus dem Vorstand aus. Sie alle haben die Entwicklung der Vinzenzgemeinschaft über viele Jahre hinweg in unterschiedlichen Funktionen maßgeblich mitgeprägt.
Mit einem neu formierten Vorstand und einer gewachsenen Struktur richtet die Vinzenzgemeinschaft Telfs nun den Blick nach vorn – getragen von einem starken ehrenamtlichen Fundament und einem ungebrochen hohen sozialen Engagement in der Region.