„Gesundheit. Zukunft. Du.“ – Auftakt zur Jugendgesundheitskonferenz

Zum Kick-off der Jugendgesundheitskonferenz 2026 in Telfs lud das Land Tirol in den Rathaussaal. Unter dem Motto „Gesundheit. Zukunft. Du.“ werden Projekte zum Themenkreis Jugend & Gesundheit gefördert.

Konferenzen im ganzen Land

Die Jugendgesundheitskonferenzen, die seit 2025 und noch bis 2028 in allen Tiroler Landesteilen stattfinden, sind eine Maßnahme im Rahmen der österreichweiten Vorsorgestrategie und werden aus Mitteln der Bundesgesundheitsagentur finanziert. In Tirol werden sie von der POJAT in Kooperation mit dem Land Tirol als Projektträger durchgeführt.

Kick-off gut besucht

Knapp 100 interessierte JugendarbeiterInnen, Lehrkräfte sowie haupt- und ehrenamtlich tätige Personen, die mit Jugendlichen arbeiten, nutzten am 22. April in Telfs die Gelegenheit, sich über die Möglichkeiten der Projekteinreichung und die Teilnahme an der Jugendgesundheitskonferenz für den Bezirk Innsbruck-Land zu informieren. Diese wird am Freitag, 6. November 2026, im Rathaussaal Telfs stattfinden.

Eine Person, die in ein Mikrofon sprichtMartina Steiner, Geschäftsführerin POJAT, gewährte Einblicke in die Lebenswelten der 12- bis 20-jährigen TirolerInnen. Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele und Bgm. Christian Härting folgten den Ausführungen aufmerksam.

Kompetenz & Vernetzung

Primäres Ziel ist es, die psychosoziale Gesundheitskompetenz sowie die Chancengerechtigkeit von Tiroler Jugendlichen im Alter von 12 bis 20 Jahren zu fördern und zu stärken. Darüber hinaus soll die Vernetzung all jener Organisationen und Personen gestärkt werden, die im Bezirk mit Jugendlichen arbeiten. Die Jugendgesundheitskonferenz bietet dafür Methoden, Austauschformate und Projektfinanzierungen.

Förderung von Projekten

Jugendeinrichtungen – darunter Schulen, Vereine und Einrichtungen der offenen Jugendarbeit – erhalten mithilfe einer Projektunterstützung die Möglichkeit, Aktivitäten und Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz Jugendlicher umzusetzen. Diese Projekte werden mit bis zu 500,00 Euro gefördert. Das Themenfeld ist weit gesteckt und reicht von psychischer Gesundheit, Ernährung und Bewegung über Sexualität und Beziehungen bis hin zu Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Suchtprävention. Die Ergebnisse der geförderten Projekte stehen im Mittelpunkt der Jugendgesundheitskonferenz.

Direkt in der Lebenswelt

Tirols Landesrätin für Gesundheit Cornelia Hagele betonte in ihren Begrüßungsworten: „Gerade das nahe Umfeld bietet vielfältige Möglichkeiten, die Gesundheitskompetenz junger Menschen zu fördern. Daher setzen wir mit den Jugendgesundheitskonferenzen direkt in der Lebenswelt der Jugendlichen an – in der Gemeinde, im Bezirk. Junge Menschen sollen auf ihre Gesundheit schauen und gesunde Dinge mit Freude machen. Die Projekte liefern wertvolle Ideen, die wir weiterentwickeln und umsetzen können.“

Recht auf Gesundheit

Tirols Kinder- und Jugendanwalt Lukas Trentini ergänzte: „Die Jugend hat ein Recht darauf, gesund aufzuwachsen. Es braucht einen ernsthaften Diskurs auf Augenhöhe, bei dem junge Menschen gehört und aktiv eingebunden werden.“

Prävention spart Folgekosten

Als Hausherr unterstrich Bürgermeister Christian Härting die Bedeutung der Initiative: „Das Thema Gesundheit geht Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen an. Gerade die Gemeinden sind aber besonders nahe an den Jugendlichen. Prävention ist das Gebot der Stunde, und diese Projekte liefern dafür wichtigen Input. Bewusstseinsbildung hilft zudem, langfristig Folgekosten im Gesundheitsbereich zu reduzieren. Dass wir als größte Gemeinde im Bezirk Austragungsort der Konferenz sind, freut mich besonders.“

Wie geht’s der Jugend?

Martina Steiner, Geschäftsführerin POJAT, gab Einblick in aktuelle Erkenntnisse zur Lebenssituation der 12- bis 20-jährigen TirolerInnen. Rund ein Drittel der Jugendlichen habe mit gesundheitlichen Belastungen zu kämpfen, zudem sei die Beschwerdelast sozial ungleich verteilt. Viele junge Menschen hätten Schwierigkeiten, passende Unterstützung zu finden, wenn es ihnen nicht gut gehe. „Gesundheitskompetenz bedeutet, sich im Alltag immer wieder bewusst für die eigene Gesundheit entscheiden zu können. Unsere Aufgabe ist es, Jugendliche dabei zu informieren, zu begleiten und zu stärken“, so Steiner.

Einreichung ab sofort online

Die Einreichung von Projektideen ist ab sofort möglich.
Alle Informationen finden sich auf jugendgesundheit.tirol.

Eine Gruppe von Knöpfen auf einer grünen Oberfläche