Fastenvereinbarung mit Rekordbeteiligung

54 TelferInnenr beteiligten sich heuer an der Fastenvereinbarung – ein neuer Rekord! Beim gemeinsamen Brunch wurde Bilanz über die vergangenen Wochen gezogen.

Seit 1985 ist die Fastenvereinbarung fixer Bestandteil des Telfer Dorflebens. Der Grundgedanke ist seit jeher derselbe: Mit Stichtag Aschermittwoch werden individuelle Vorsätze gefasst und – mehr oder weniger – über die ganze Fastenzeit durchgezogen. Wer kleine „Sünden“ begeht, zahlt eine Geldbuße, der Reinerlös wird für gute Zwecke verwendet. Den Schlusspunkt markiert traditionell am Karsamstag das Fastenbrechen im Probelokal der Marktmusikkapelle Telfs. Es ist der Tag der Wahrheit.

Eine Gruppe von Menschen, die für ein Foto posiertFür 25malige Teilnahme erhielt Bernadette Hofer (2.v.l.) das „Frische Gemüse im Korb" mit Urkunde, überreicht von Generalsekretär Harald Klotz (li.), Präsidentin Agnes Juen und Kassier Martin Pittl (re.).

Vorsätze bunt gemischt

Generalsekretär Harald Klotz konnte mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. 54 TelferInnen stellten einen neuen TeilnehmerInnenrekord auf, 2025 waren es 46 gewesen. Der häufigste Vorsatz war erneut der Verzicht auf Alkohol – 42 TeilnehmerInnen entschieden sich dafür. Dahinter folgten der Verzicht auf Süßes und Knabbereien (18) sowie das Ziel der Gewichtsabnahme (14 Personen). Insgesamt wurden dabei 78,5 Kilogramm Gewichtsreduktion angestrebt, wie Klotz berichtete – ganz erreicht wurde dieses Ziel allerdings nicht. Weitere Vorsätze reichten von Rauch- (8), Kaffee- (3) und Fernsehverzicht (1) über eingeschränkten Fleischkonsum bis hin zu mehr sportlicher Betätigung (5). Ein besonders bemerkenswerter Vorsatz lautete, bewusst nichts Negatives über Mitmenschen zu sagen.

Verzicht ist innere Einkehr

Anwesend beim Fastenbrechen waren auch Ehrengeneralsekretär und Mitbegründer der Vereinigung Hansjörg Hofer, Ehrenpräsidentin Monika Schletterer sowie Vizepräsident Josef Trostberger. In ihren Grußworten betonte Präsidentin Agnes Juen die Bedeutung der langjährigen Tradition. Seit 41 Jahren stehe die Fastenvereinbarung für Zusammenhalt, Verlässlichkeit und gelebte Solidarität: „Fasten bedeutet nicht nur Verzicht, sondern auch Besinnung und innere Einkehr. Die große Beteiligung ist Ausdruck einer lebendigen Gemeinschaft, in der jede und jeder Einzelne dazu beiträgt, dass die Idee Jahr für Jahr weitergetragen wird.“ 

Eine Gruppe von Menschen, die für ein Foto posiertFür 15malige Teilnahme erhielt Karin Nagl (Mitte) die „Roten Radieschen am Band" mit Urkunde von Harald Klotz und Präsidentin Agnes Juen.

Ehrungen für treue TeilnehmerInnen

Karin Nagl wurde für ihre 15. Teilnahme mit den „roten Radieschen am Band“ und Urkunde ausgezeichnet. Bernadette Hofer erhielt für ihre 25. Teilnahme das „frische Gemüse im Korb“ samt Urkunde. Ein großer Dank galt auch allen HelferInnen, die das Fastenbrechen im Musikprobelokal organisiert und gestaltet haben und für den reichhaltigen Tisch sorgten, sowie den Unterstützern aus der Region.